KOMPLEXITÄT ERTRAGEN

Heute Abend durfte ich mich inspirieren lassen bei der Buchpräsentation “Der Nahost-Komplex” mit der Autorin Natalie Amiri und Navid Kermani. Die Kern-Aussage des Abends sollte eigentlich selbstverständlich sein: die Komplexität des Lebens und besonders politischer Ereignisse überfordert im Grunde uns alle. Wer sich im Affekt auf eine Seite schlägt, macht es sich zu leicht. Jede Person, die sich um eine differenziertere Sichtweise bemüht, verdient Unterstützung. Daß es auf der Suche nach tieferen Erkenntnissen zu Fehler kommen kann, ist menschlich und normal. Dies ungestraft von shitstorms eingestehen zu können, sollte ebenso normal sein!

VERTRAUENSSELIG

Ist es nicht schade, daß in der deutschen Sprache das Wort VERTRAUENSSELIG eine solch negative Bedeutung hat? Man will ja nicht naiv sein, nicht gutgläubig... Dabei ist VERTRAUEN so etwas Schönes, und so wichtig für unsere seelische Gesundheit! Wenn ich allem und jedem mißtraue, ist das sehr anstrengend und massiv verunsichernd. Gleichzeitig leben wir in einer Welt, in der (u.a. durch KI) immer mehr Anlass besteht, sogar an eigenen Sinneswahr-nehmungen zu zweifeln...

Ich möchte dennoch dafür plädieren, gelegentlich das Mißtrauen abzurüsten und kindliche Arglosigkeit (auch so ein schönes Wort, juristisch als Gegenteil von Heimtücke definiert!) nicht zu scheuen. Wir wollen doch nicht die Fähigkeit verlieren, überhaupt noch VERTRAUEN fassen zu können, oder?

STADE ZEIT

In Bayern und Österreich nennt man die Adventszeit auch “stade Zeit” (=stille Zeit) . Meistens sieht es aber so aus, daß der Endspurt auf Weihnachten genau das ist: ein Wettlauf. Zwischen Weihnachtsfeiern und Geschenkejagd rast die Zeit. Tatsächlich haben vermutlich wir alle (auch jenseits der Weihnachtszeit) ein Defizit an Stille und Muße. In einer hektischen, lauten Welt muß man sich solche Oasen der Ruhe selbst aktiv suchen und zugestehen- sonst rauscht das Leben nur noch an einem vorbei. Wie sagte Ödön von Horvàth: “Eigentlich bin ich ja ganz anders- ich komme nur so selten dazu”. 

GEMEINSAM

GEMEIN ist ein interessantes Wort: es steckt in allgemein, gemeinsam, Gemeinsinn, und bedeutete ursprünglich auch “übereinstimmend”, “zusammengehörig”, “vertraut”, “ für alle eingerichtet”, “zum Wohl aller”, “zur Masse gehörig”, etc..

Wir verstehen heute darunter vor allem Boshaftigkeit, was zugegebenermaßen auch oft mit größeren Gruppen einher geht, letztlich aber Gemeinschaften spaltet.

Besinnen wir uns doch wieder mehr auf das gemeinsam Verbindende! Sind wir nicht alle am Ende ein gemeines (= nicht spezielles) Mitglied der großen Menschheitsgemeinde?

BESINNLICHKEIT

Mit der Advents- und Weihnachtszeit geht traditionell der Wunsch nach “Besinnlichkeit” einher. Eine BESINNUNG auf uns selbst, auf unsere Beziehungen, auf die ‘wesentlichen’ Dinge des Lebens findet im Alltagsstress leider wenig statt. 

Dabei können wir die zahlreichen Sinneseindrücke der Vorweihnachtszeit, typische Düfte, Klänge, Temperatur-wechsel und visuelle Stimuli nutzen, um immer mal wieder innezuhalten. Einfach bewußt wahrnehmen und spüren, was in diesem Moment um uns herum und in uns vorgeht. 

 NIKOLAUS 

Dem heiligen NIKOLAUS werden viele Wundertaten zugeschrieben, die mit dem historischen Bischof Nikolaus von Myra offensichtlich nichts zu tun haben. Somit ist er auch gutes typisches Beispiel dafür, wie sehr wir Menschen das Bedürfnis haben, der Welt um uns herum SINN zu verleihen. Unser Gehirn will Muster, Zusammenhänge und Kausalitäten erkennen, denn das erleichtert ihm die Orientierung. So hat man über die Jahrhunderte einschneidende Ereignisse gerne gött-lichem Einwirken und Heiligen zugeschrieben. Geben wir zu: Das fühlt sich noch heute besser an, als zu sagen: ” das war nur Zufall ...”

 VORFREUDE

International bekannt ist die “Schadenfreude”, weniger verbreitet dagegen leider das Wort VORFREUDE. Sie ist die helle Schwester der “Erwartungsangst”, die uns endlos über noch nicht eingetroffene Katastrophen nachgrübeln lässt. Wissenschaftlich erwiesen ist, daß Vorfreude den Endorphin-Spiegel erhöht und Stress-gefühle vermindert. Ist nicht die Adventszeit eigentlich ein großes Vorfreude-Ritual? Kinder sind Vorfreude-Meister. In dieser Zeit wieder innerlich zum Kind zu werden, ist der Beste Dienst, den wir unserer Gesund-heit erweisen können! 

 LEBKUCHEN

Lebkuchen gehören traditionell zur Weihnachtszeit. Als lange haltbares ‘Dauergebäck’ hatte ihre Beliebtheit ursprünglich auch praktische Gründe. 

Aber der würzig-süße Geschmack ist heute wohl eher das Hauptargument für ihren Verzehr. Experten für mittelalterliche Originalrezepturen sind der Ansicht, daß diese für heutige Gaumen ungenießbar wären. Da zeigt sich doch: Tradition ist schön, aber es ist auch gut, wenn sie offen für Wandel ist, und nicht dogmatisch an gestrigem festhält!

 VERBALHORNUNG

 Die Bezeichnung Verbal(l)hornung soll auf den Buchdrucker Johan Balhorn († 1603) zurückgehen, der eine so fehlerstrotzende Arbeit vorlegte, daß sein Name künftig für “Verschlimmbessung” stand. Inzwischen versteht man darunter die absichtliche (meist satirische) Verunstaltung von Begriffen. In diesem Zusammenhang stand vermutlich die DDR-Bezeichnung JAHRESENDFLÜGELPUPPE, da es im Sozialismus doch keine Weihnachtsengel geben sollte. Engel waren aber auch im Osten unverwüstlich- nicht zuletzt wegen langer Handwerkstraditionen, wie z.B. den Engelschnitzern im Erzgebirge. 

MISTELN

 Mistelzweige an der Wand sollten bei den alten Germanen vor Feuer und bösen Geistern schützen. Heilkundige Druiden verwendeten sie als Arzneipflanze gegen Epilepsie und Schwindelanfälle. Als segnende und friedensstiftende Pflanze wurde die Mistel später in christliche Gebräuche integriert. Unter ihr versöhnte man sich und gab sich den Friedenskuss. 

In Skandinavien, England und USA erlaubte ein Mistelzweig über der Türschwelle Liebespaaren voreheliche Küsse. Die Blattextrakte der alten Heilpflanze (ihre weißen Beeren sind giftig) finden sich heute z.B. in Mitteln zur Blutdrucksenkung und gegen Arteriosklerose. Aber ihr dekorativer Reiz ist auch ungebrochen....

FREUNDLICHKEIT

 Das ‘Oxford word of the year 2025’ lautet RAGE BAIT (“Wut-Köder”). Darunter versteht man Online-Inhalte, die gezielt Wut hervorrufen, um viel Aufmerksamkeit zu generieren. Mit unserer Empörung und Ängsten wird so viel Geld verdient, und die Gesellschaft wird messbar immer aggressiver. Nehmen wir doch die Adventszeit zum Anlass, dem RADIKALE FREUNDLICHKEIT (on- und offline) entgegenzusetzen! Man kann auch freundlich andere Meinungen vertreten und ‘Nein’ sagen. Eine freundliche Grundhaltung fühlt sich auch für uns selbst besser an- und sie kostet nichts (außer vielleicht etwas Aufmerksamkeit) ;-)

ANDACHTSJODLER

 Die schweizer Jodeltradition ist nun offiziell in den Rang eines UNESCO-Weltkulturerbes erhoben! Dabei hat das Jodeln in der heutigen Schweiz auch keinen leichten Stand mehr. Das als ANDACHTSJODLER bezeichnete Jodel-Lied stammt allerdings aus Südtirol. Es erklang wohl ab dem 18. Jahrhundert bei Sterzing  in der Christmette. Eine Weile vergessen, wurde der Jodler im 20. Jahrhundert durch einen Berliner Gymnasiallehrer aus der Wandervogel-Bewegung wiederentdeckt. 2025 erregte eine Version des aktivistischen Corner Chor Augsburg (mit passendem neuen Text versehen) Aufmerksamkeit, da dieser Protestsong lautstark das Sommerinterview mit einer rechten Spitzenpolitikerin in der ARD störte.....

LAMETTA

Schon im Jahr 1978 verkündete der unvergleichliche Loriot “Früher war mehr Lametta” ... aber damit hatte er nur teilweise recht. Heute ist der traditionelle Stanniol- Weihnachtsschmuck aus Umweltgründen tatsächlich tatsächlich eher unpopulär geworden. 

Aber im Volksmund stand Lametta schon seit längerem sinnbildlich für Prunk und Prahlerei (*BLING BLING*)- von dieser Art LAMETTA gibt es ja mehr denn je (und nicht nur im Weißen Haus). Vor bald 100 Jahren brachte Hermann Görings Hang zu Orden und prunkvollen Uniformen ihm u. a. den Spitznamen „Lametta-Heini“ ein. Darauf sang Claire Waldoff ihren populären Spottvers:

Rechts Lametta, links Lametta,Und der Bauch wird imma fetta,

Und in Preußen ist er Meester –Hermann heeßt er!“

Lametta wurde übrigens 1610 in Nürnberg erfunden und symbolisiert am Weihnachtsbaum Eiszapfen.. 

JINGLE BELLS

Laut einer neuen Studie werden die Musikcharts in den letzen Jahren immer weihnachtlicher. Ganz vorne halten sich “Last Christmas” von WHAM und “All I want for Christmas is you” von Mariah Carey.
Was dabei nie fehlen darf: die SLEIGH BELLS oder JINGLE BELLS (=die Schlittenglocken). Sie werden in 70% der Lieder in gleicher Weise eingesetzt, nämlich genau 8 Schläge pro Takt.
Das Lied "JINGLE BELLS"  (um das Jahr 1850 vom amerikanischen Komponisten James Lord Pierpont verfasst) ist aber eigentlich strenggenommen nur ein Winterlied. Der Text weist keinerlei weihnachtliche Bezüge auf. Es erzählt lediglich von Pferdeschlitten-Rennen unter Jugendlichen.

WEIHNACHTSFEIER

 Am Wochenende war ich auf der Weihnachts(!)feier eines buddhistischen Vereins. Dabei war es sehr harmonisch, man ‘plünderte’ das leckere Buffet, es wurden Wichtel-Geschenke ausgetauscht, zeitweilig lief Weihnachtsmusik im Hintergrund.... mit anderen Worten: es fiel nicht auf, daß es nicht um die christliche Weihnachtsbotschaft ging. Das tut es bei einer typischen Betriebs-Weihnachtsfeier oder beim Treffen am Glühweinstand ja auch nicht. Irgendwie kurios: Veganes Schnitzel darf künftig nicht mehr so heißen, weil es die Verbraucher in die Irre führen könnte... müssen sich die Betriebsfeiern wohl bald auch umbenennen? 

KUSCHELIG

 In dieser Jahreszeit laden die Temperaturen uns dazu ein, uns einzukuscheln. Man trägt kuschelige Wollpullis, hüllt sich in eine Kuscheldecke, zieht sich Kuschelsocken an, und schafft sich gerne eine kuschelige Atmosphäre bei Kerzenschein. Dieses Wort leitet sich vom französischen Verb ‘(se) coucher’ ( =‘sich niederlegen, zu Bett gehen’) ab. Aber zuerst wanderte es allerdings im 17. Jahrhundert als Kommando für abgerichtete Jagdhunde ein : ‘couche-toi!’ (=’hinlegen!’). Daraus wurde der deutsche Befehl ‘kusch!’ und schließlich die Bedeutung von ‘kuschen’ (= sich niederlegen, sich ducken’, klein beigeben’), auch auf Menschen bezogen. Also los auf die Couch (gleiche Wortfamilie!), und so richtig behaglich, muckelig, mollig einkuscheln!!!

WEIHNACHTSGANS

 

Der Advent hatte früher den Charakter einer Fastenzeit. Da Fische zu den erlaubten Fastenspeisen gehörten, wurde im Mittelalter der Begriff Fisch sehr großzügig ausgelegt. Gänse zählte man zu den Fischen, da sie rund um Gewässer anzutreffen seien. Im Mittelalter wurde nach dem Ende der Fastenzeit meist ein Schweinebraten serviert. Die ärmeren Leute konnten sich aber nur „Mettenwürste“ (=Blut- und Leberwürste) leisten. Ein Teil des Weihnachtsessens wurde für die im Vorjahr Verstorbenen aufgehoben und den Armen geschenkt. 
Also Fisch oder Fleisch? Weihnachtskarpfen oder Braten? Man muß sich nicht entscheiden: es gibt inzwischen schließlich auch veganen Gänsebraten . 

WEIHNACHTSMann

 Wie ich heute lernen durfte, ist der Weihnachtsmann in Estland ein ganz besonderer Fall. Er heißt Jõuluvana, frei übersetzt als ALTE (vana) WEIHNACHT (jõulud). Dieser klopft an die Vordertür, und erwartet Tanz- und Gesangsdarbietungen im Gegenzug für “kingitused” (=Geschenke). Bis letztes Jahr stattete er auch dem estnischen Parlament einen Besuch am letzen Sitzungstag ab, die Abgeordneten mussten sich kreativ ins Zeug legen, und er sparte auch nicht mit Tadel. Das ist nun vorbei, denn der Jõuluvana ging dabei mit den zarten Politikerseelen wohl etwas zu hart ins Gericht. Vielleicht findet er einen neuen Job hierzulande? Ein Hofnarr, der den Politikern im eigenen Parlament unangenehme Wahrheiten ins Gesicht sagt, und Politiker, die sich mal albern und verletzlich zeigen- das klingt doch sympatisch, oder?!

MERRY CHRISTMAS

Die Geburt der ersten jemals verfassten SMS erfolgte im Dezember 1992. Ihr Inhalt bestand aus der knappen Botschaft 
“MERRY CHRISTMAS”. Geschrieben hatte sie der Ingenieur Neil Papworth an einem Computer, von wo er sie an das Mobil-Telefon eines Kollegen sendete. 

Wie man mit ziemlicher Sicherheit annehmen kann, hatten sie wohl keine Vorstellung davon, welche Nachrichtenfluten sich wenige Jahre später von Telefon zu Telefon ergießen würden... und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Aber auch ein kurzes, knappes MERRY CHRISTMAS ist nicht zu verachten. Die Feiertage sind eine gute Gelegenheit, mit Freunden fern und nah wieder in Kontakt zu treten!

LICHTERFEST

 Lichterfeste werden auf der ganzen Welt seit langem gefeiert. Man feiert z.B. das jüdische Lichterfest Chanukka (seit 164 v. Chr.), das hinduistische Diwali (ab dem 1. Jhd. n. Chr.), und Weihnachten (ab dem 4. Jhd. n. Chr.). Mit jedem Jahr scheinen sich die Menschen hierzulande in puncto Leucht-körper immer stärker auszuleben. Laut einer aktuellen Marktforschungs-Umfrage werden in diesem Jahr in deutschen Haushalten fast 20 Milliarden Weih- nachtslämpchen zum Einsatz kommen, davon 83% als LED. Der Gesamtstromverbrauch dafür liegt bei rund 491 Mio. Kilowattstunden. Lediglich jede*r Siebte erachtet dies als überflüssig und ressourcenverschwendend (13 Prozent).Wir sehnen uns nunmal in der dunklen Jahreszeit alle nach Helligkeit ....

WINTER-SONNENWENDE

 Die Nacht der Wintersonnenwende,
vom 21. auf den 22. Dezember, ist die
Yalda-Nacht (persisch شب يلدا Schab-e Yaldā, =‚Nacht der Geburt‘. 
In dieser „längsten und dunkelsten Nacht des Jahres wird das altiranische Yalda-Fest gefeiert. Gemeint ist die Geburt des (vor-zarathustrischen Sonnengottes) MITHRA (مهر,), von Mihr,= Licht, Liebe, Freundschaft, Mitgefühl, Barmherzigkeit, Freundlichkeit‘). Sein Symbol ist das gleichschenklige Kreuz (+). in der frühchristlichen Ostkirche feierte man auch Christi Geburt in dieser Nacht.

WHITE CHRISTMAS

 "White Christmas" wurde im Jahr 1940 kurioserweise im warmen Kalifornien geschrieben. Der Komponist Irving Berlin war ein jüdischer Immigrant, und verband mit dieseridealisierten Weihnachtsidylle sicher kein persönliches Erleben. Als Filmsong gewann es in der Interpretation von Bing Crosby einen Oscar, und wurde damit der erste Weihnachtssong, der (mit dick aufgetragenem Heimatgefühl und Nostalgie) weltweit die Kassen klingeln ließ. Dabei spielten das aktuelle Weltgeschehen eine Rolle: Es wurde an Weihnachten 1941 veröffentlicht. Viele US-Soldaten ver-brachten damals im 2. Weltkrieg das Fest fern der Heimat. Aber der Erfolg hielt an: 1955 zeichnete das Guinness Buch WHITE CHRISTMAS als “world's best-selling single” aus. Und bis heute erfreut es sich sowohl im Original, wie in zahllosenCoverversionen global ungebrochener Beliebtheit. 

NÄHE

Jede*r hat einen persönlichen „Wohlfühl-Raum“, (wie eine Art Blase), in den möglichst niemand eindringen sollten. Geschieht dies doch, löst es mindestens Unbehagen aus, oder auch Aggression und Wut. Man kann das Prinzip im Gedränge von Weihnachts-märkten und beim hektischen Geschenke-Shopping in vorweihnachtlichen Innen-städten beobachten....
Im Film “Dirty Dancing” wurde dies auf die Formel “Dein Tanzbereich- Mein Tanzbereich” gebracht. Aber dieser Wohlfühlbereich wird auf Familienfeiern manchmal nicht nur räumlich, sondern auch emotional verletzt. Man deshalb stets bedenken, dass die Dimensionen des individuellen Nahbereichs (räumlich wie emotional!) sehr unterschiedlich sind. Auf ein friedliches und rücksichtvolles Weihnachtsfest!

DANKBARKEIT

 Dankbarkeitsgefühle sind eine Wundertüte. Natürlich können wir Dankbarkeit für schöne Geschenke und die Anwesenheit lieber Menschen empfinden. Aber auch abwesende Menschen, die unser Leben bereichern, und gesammelte Erfahrungen können Anlass zu Dankbarkeit geben. Mit etwas Übung kann es auch gelingen, Erlebnisse eher unangenehmer Art und Rückschläge wertzuschätzen. Dies zu üben ist mindestens genau so wertvoll wie eine regelmäßige Joggingrunde! Es ist sozusagen ein Workout für die Seele, und kann uns am Ende statt eines fitten Körpers (oder zusätzlich zu ihm) das Geschenk der Gelassenheit machen. Wir können nicht ändern, dass uns bisweilen ein heftiger Wind entgegenweht, aber wir können unsere Segel entsprechend setzen.